Psychologische Beratung und Behandlung  für Jugendliche, Erwachsene und Paare

„Ich mag niemanden sehen“, „Ich habe zu nichts Lust“, „Alles fällt mir schwer“…
Alle Menschen erfahren im Laufe ihres Lebens depressive Verstimmungen, zum Beispiel wegen dem Verlust eines geliebten Menschens, anhaltendem Stress oder einer Trennung. Je nach Verlauf, persönlichen Ressourcen u.a. finden diese „gewöhnlichen“ Phasen in der Regel ihr Ende. Die depressive Verstimmung unterscheidet sich von einer Depression u.a darin, dass diese nicht „von allein“ in kurzer, absehbarer Zeit verschwindet. Eine Depression ist eine Krankheit mit körperlichen und geistigen Symptomen. Eine Depression ist keine Stimmungsschwankung, keine kurze Niedergeschlagenheit oder „schlechte Laune“. Eine Depression beeinträchtigt des gesamten Lebensalltag (z.B. durch sozialen Rückzug, oder es können alltägliche Aufgaben im Haushalt/in der Arbeit nur mehr schwer oder nicht bewältigt werden) Psychologische Behandlung kann u.a. helfen, belastende Gedanken und Gefühle zu überwinden und neue Perspektiven zu erkennen.

Ängste helfen uns, unser Überleben zu sichern. Es stellt sich eine „natürliche“ Angst ein, wenn wir z.B. vor einem Abgrund stehen, wenn wir uns in „schwindliger“ Höhe befinden, wenn wir auf ein gefährliches Tier treffen uvm. Diese Angst soll dazu dienen, uns eine mögliche Gefahr aufzuzeigen, damit wir uns entsprechend in Sicherheit bringen können. Manchmal sind Ängste jedoch so groß und nehmen überhand, obwohl auf den ersten Blick kein Grund ersichtlich ist.
Dabei handelt es sich um übersteigerte Ängste oder Furcht vor Dingen/ Situationen, welche eine erhebliche Belastung im Lebensalltag darstellen können. In diesem Fall kann professionelle Hilfe dabei unterstützen, dass die Ängste wieder ein „natürliches“ Ausmaß annehmen.

Bevor ich die Wohnung verlasse, möchte ich noch einmal kontrollieren, ob Alles in Ordnung ist z.B. ob der Herd ausgeschaltet ist, die Fenster geschlossen sind etc. Als ich die Wohnungstüre absperren will, kommt eine Unsicherheit in mir hoch. Ich stelle mir die Frage, ob ich wirklich Alles genau kontrolliert habe. Dieses Gefühl veranlasst mich dazu, erneut Alles zu kontrollieren. Letztendlich verlasse ich, wissend dass Alles in Ordnung ist, die Wohnung. Diese und ähnliche Situationen sind vielen Menschen bekannt. Wir alle haben ein unterschiedliches Maß an persönlichem, „normalem“ Sicherheitsbedürfnis. Was geschieht jedoch wenn ich die Sicherheit, dass Alles in Ordnung ist, nicht erreichen kann; wenn ich immer und immer wieder die Wohnung kontrollieren muss und es dennoch nicht schaffe, die Wohnung zu verlassen? Stellt sich bei uns kein Sicherheitsgefühl ein, wird die innere Unruhe und die Angst vor einem möglichen Unglück immer größer. Durch sogenannte „Zwangshandlungen“ ( wie z.B. der „Zwang“ immer wieder Alles zu kontrollieren) wird zumindest für einen kurzen Moment die benötigte Sicherheit zurück erobert. Jedoch bleibt diese nicht lange erhalten und veranlasst immer wieder erneute „Zwangshandlungen“, was in Folge u.a. den Lebensalltag massiv beeinträchtigen kann. Psychologische Behandlung kann helfen, neue Wege zu finden, um die persönliche Sicherheit zurück zu erlangen und wieder selbst der Gestalter seines Lebens zu werden, ohne sich von Zwängen „kontrollieren“ zu lassen.

Es gibt unterschiedliche Formen von Essstörungen z.B. Magersucht, Bulimie (oder Ess-Brechsucht), Esssucht u.a.; was alle Essstörungen gemeinsam haben ist, eine ständige Beschäftigung mit dem Thema „Essen“. Es kann zum Beispiel die Sorge bestehen, nicht schlank genug zu sein oder besteht das ständige Gefühl etwas essen zu müssen. Je nach Form der Essstörung werden z.B. Lebensmittel in „gute“ und „schlechte“ Lebensmittel eingeteilt, es wird die Menge der Nahrung stark eingeschränkt, massiv erhöht oder werden laufend Kalorien gezählt etc. Essstörungen stellen eine erhebliche Belastung für Körper und Geist dar und können von Betroffenen meist ohne professionelle Hilfe nicht behoben werden. „Sorge für deinen Leib, doch nicht so, als wenn er deine Seele wäre“.(Matthias Claudius)

Der Begriff „Burn-Out“ bezeichnet ein „Ausgebranntsein“, eine körperliche und geistige Erschöpfung, welche aufgrund von vielfältigen Gründen auftreten kann. Im Burn-Out ist es für viele Betroffene meist schwierig, das eigene Befinden, die eigene Lage richtig einzuschätzen. Gespräche mit Freunden oder Fachpersonen können dazu beitragen, die eigene Situation besser zu erkennen und gegebenenfalls die ersten Schritte zur Veränderung zu setzen.

Wichtig ist auch die Anerkennung dessen, dass der bisherige Lebensweg nicht „falsch oder dumm“ war, er hat „jeden bis zu seinem aktuellen Ort gebracht. Nur zum Weitergehen braucht es offensichtlich jetzt noch etwas anderes.“ (Nelting, Burn Out, 2014, S.88)

Akute Belastungsreaktionen können infolge eines überwältigenden, traumatischen Erlebnisses auftreten und klingen innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen wieder ab. Belastungsreaktionen können z.B. Unruhe, Herzrasen, Schwitzen u.a. sein. Eine akute Belastungsstörung bezeichnet Reaktionen auf ein traumatisches Ereignis, welches zwei Tage bis maximal vier Wochen nach dem Ereignis auftreten können. Belastungsreaktionen können u.a. sein: Wiedererleben des traumatischen Erlebnisses, wiederkehrende Bilder, Gedanken, Träume, Symptome von Angst, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen u.a.

Belastungsreaktionen sind „normale“ Reaktionen auf ein „nicht normales“ Ereignis und stellen einen Teil des Verarbeitungsprozesses dar. Notfallpsychologische Beratung/ Begleitung kann in dieser Zeit hilfreich sein, um aufgetretene Reaktionen zu verstehen und besser damit umgehen zu können.

Treten u.a. die Reaktionen/ Symptome nach einer Dauer von vier Wochen weiterhin auf, wird von einer Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) gesprochen. Die Behandlung einer PTBS erfolgt u.a. durch eine Traumatherapie.

Herausfordernde Lebenssituationen, bei welchen psychologische Beratung unterstützen kann, können sein: z.B. Arbeitslosigkeit/Berufsorientierung, Beziehungsprobleme, Pubertätsthemen u.a.

„Das schaffe ich nie, ich bin nicht gut genug, das traue ich mir allein nicht zu“- diese und viele andere Glaubenssätze verhindern, dass wir unsere eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten erkennen können. Oftmals benötigt es nur kleine Veränderungen und der erste Schritt zur Lösung ist getan!
„Niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Oftmals ist die Hemmschwelle gegenüber Sexualberatung noch sehr hoch. Beim Thema Sexualität herrscht vielfach der Gedanke, dass man diesbezüglich entweder keine Probleme haben darf oder wenn, jedenfalls allein damit fertig werden sollte. Dabei vergeht für Betroffene oft unnötig viel Zeit, während die Probleme sich nicht gelöst, sondern eher verstärkt haben. Sexualberatung kann hilfreich sein, zur Abklärung ob generell ein sexuelles Problem besteht, kann Informationen über sexuelle Störungen geben und „Hilfe zur Selbsthilfe“ anbieten. (Beier, Leowit, Praxisleitfaden Sexualmedizin, S.93)

Für Angehörige (Eltern, PartnerInnen, Verwandte, FreundInnen) stellt die Situation, dass ein Ihnen nahestehender Mensch erkrankt ist (z.B. an einer Depression, einer Alkoholerkrankung u.a.), meist eine große Belastung dar. Angehörige sind zumeist mit den Auswirkungen der Erkrankung konfrontiert (z.B. mit Wesens-/ Verhaltensveränderungen der erkrankten Person) was eine große Belastung darstellt. Auch ist der Wunsch, dem erkrankten Menschen helfen zu können meist groß, aber die persönlichen Möglichkeiten vielleicht klein, sodass es zu einem Gefühl von Hilflosigkeit kommen kann. Psychologische Beratung oder Begleitung kann Sie im Umgang mit schwierigen Situationen unterstützen und Ihnen neue Möglichkeiten aufzeigen.

„Der Tod beendet das Leben, aber nicht die Liebe! […] Die Trauer ist das Gefühl, das uns hilft, eine neue Beziehung zum Verstorbenen zu finden. Sie wandelt die bisherige Weise des Liebens in eine neue, in eine innere Liebe.“ (Roland Kalcher, Meine Trauer wird dich finden, 2011, S.10)

Verlust- und Trauergefühle erleben alle Menschen sehr individuell. Der Trauerprozess ist ein natürlicher Prozess, welcher grundlegend keiner Behandlung bedarf. Die Dauer des Trauerprozesses hängt auch von vielen persönlichen Variablen ab. Sollten Sie das Gefühl haben, dass die Trauer „zu lange“ dauert oder dass Sie alleine keinen Umgang mit der Trauer finden können, kann psychologische Unterstützung hilfreich sein.